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Der Begriff "Straßenkinder" meint Kinder in zwei verschieden Lebenssituationen.

Zum einen sind dies Kinder, die noch in Kontakt zu ihren Familien stehen, jedoch einen Großteil ihrer Zeit auf der Straße verbringen. Zum anderen sind jene Kinder gemeint, die losgelöst von ihren Familien auf der Straße leben.

Beiden ist gemein, dass ihr Lebensmittelpunkt die Straße darstellt. Hier verbringen sie die meiste Zeit des Tages. Um zu Überleben verdienen sie sich täglich durch Betteln, Ausführen kleinerer Dienste, wie Putzen von Autoscheiben, den Verkauf von Kleinwaren (v.a. Süßigkeiten) oder auch durch Kleinkriminalität ein paar Pesos.

Ursachen

Um das Phänomen der Straßenkindheit zu erklären, bedarf es der Betrachtung verschiedener Ursachen. Gesellschaftliche Umwälzungsprozesse (Landflucht, Industrialisierung) spielen ebenso eine Rolle wie soziale Ungerechtigkeit durch die vorherrschenden Klassenstrukturen. Vor allem aber treiben die massiven Probleme innerhalb der Familien - wie Alkoholismus und familiäre Gewalt etc. - die Kinder auf die Straße.

Die Gefahren der Straße

Das Leben auf der Strasse birgt viele nachhaltige soziale Risiken wie

  • unzureichende Schulbildung
  • Schäden für Körper und Seele
  • Kriminalität, Drogen und Prostitution

Oft müssen die Kinder einen Großteil des Unterhalts ihrer Familien bestreiten. Durch diese frühe Übernahme von Verantwortung bleibt den Kindern kein Raum für eine kindgerechte Entwicklung.

Sie haben somit nicht die Chance, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.